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„The truth is rarely pure and never simple.“ – Oscar Wilde

Klick – krack krack krack – klick – so hörte sich das vor einer Weile an, als ich mir eine Einwegkamera aus dem lokalen Drogeriemarkt gekauft und mir einfach mal den Spass erlaubt habe, damit zu fotografieren.

Ich kam von der Arbeit – erste Schicht – der Himmel war grau, aber irgendwie war es auch warm. Der Ruf der Natur erklang aus der Ferne. Einen Saft und ein Franzbrötchen aus dem Bioladen später, erblühte der Gedanke zum See zu fahren. Aber was nun? Keine Kamera dabei, naja das Handy war in der Tasche, aber das ist nicht entschleunigend. Also schnell in die Drogerie meines Vertrauens eine Einwegkamera gekauft. 34 Einwegmomente für den Kameraabhängigen oder Analogoholiker. Schon lustig dieses Ding – eine Kamera in Pappe verpackt mit nichts weiter als einem Ring zum Film weiterspulen und dem wohl schlechtesten Auslöser der Welt. Auf ging die Fahrt zum See und durch den Wald. Das Prozedere der Kamera warr schnell zu verstehen, denn es gibt ja keine Einstellmöglichkeiten. Der ISO des Films lag, glaube ich, bei 200 oder 400. Gut genug für ein paar Schnappschüsse bei Tageslicht. Die Zahnräder im Inneren krächzten bei jedem weiteren Foto das ich gemacht habe. Ich fragte mich, ob ich den Film überhaupt voll machen würde. Aber die Frage beantwortete sich schnell von selbst, als ich am Strand angekommen bin und dort ein paar Möwen ablichten konnte. Im Prinzip funktioniert diese Kamera so ein bisschen wie eine Boxkamera. Man kann lange belichten oder kurz. Das hab ich nun nicht getestet, ist aber ein Grund noch eine zweite Einwegkamera für ein paar weitere Experimente zu kaufen. Ich düste weiter durch den Wald am Strand entlang und machte hier und da halt, um einen dünnen Strahl Sonne einzufangen oder meine üblichen Fotos zum machen, um die Qualität später mit meinen anderen Kameras zu vergleichen. Es hat nicht lange gedauert und der Film war voll. Irgendwie war es komisch mit diesem Plastikapparat zu fotografieren, wenn man sonst nur schwere DSRL mit sich rumträgt oder die schönen Retro-Analogkameras mit sich führt. Also vom Gewicht her, war es bis jetzt die leichteste Kamera 😉 Auf dem Rückweg nach Hause habe ich die Kamera gleich zum Entwicklen abgegeben. Einfach das Teil in die Fototüte, drauf schreiben, wie man die Bilder entwickelt haben möchte und dann in den Kasten schmeißen. Dann heißt es wieder zwei Wochen warten. Der Umschlag mit den Fotos lag da und hier nun die Ergebnisse. Auf den ersten Blick sind sie sehr dunkel geworden, aber an dem Tag war es generell eher bewölkt und trist, deswegen nicht schlimm. Ich bin ganz zufrieden, werde noch eine weitere Kamera kaufen, wenn ich mal wieder Lust auf ein paar Einwegmomente habe.

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