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„The truth is rarely pure and never simple.“ – Oscar Wilde

Ich weiß, ich weiß. Seit Anfang September hab ich mich nicht mehr blicken lassen in meinem virtuellen Keller, schwirre auf irgendeinem Server in Shangri-La herum und hab die Schlüssel ganz weit weggelegt. Es gibt wichtigere Orte als das Internet und seine Präsenz darin. Ich war beschäftigt mit mir selbst, der aktuellen Weltlage, Musik machen, Dinge rebooten, Gold schürfen und so on. Wenn man drei Dekaden Leben erlebt hat, dann fängt man irgendwann an sich gewisse Fragen zu stellen, Dinge bewusster wahrzunehmen, bestimmte Zyklen anzugehen oder einfach aufzuhören sich selbst zu ernst zu nehmen. Ich will auch gar nicht weiter rumschwafeln. Ich gehe in den Wald um nachzudenken, über das was ich so mache, führe Selbstgespräche mit mir, belausche Spechte bei der Arbeit, krieche über das feuchte Moos und sage jedem Pilz einzeln Guten Tag. Nicht normal, ich weiß, aber wer ist schon normal? Da sitze ich nun früh morgens um 9 Uhr in irgendeiner Uckermärker Monokultur und genieße einfach nur das Licht, wirklich – in diesem kleinen Stück Wald ist das Licht magisch. Spechte, Krähen, Milane – das ist meine Gesellschaft – social distancing konnte ich schon immer gut. Der Wald ist groß und weit, doch gibt er mir Wärme und Geborgenheit. Mein Reich, mein Heim, mein Heiligtum.

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