search instagram arrow-down

„The truth is rarely pure and never simple.“ – Oscar Wilde

Der Glanz des Sommers neigt sich dem Ende. Die Klagen der Krähen in den Bäumen haben begonnen. Es ist unumgänglich, ich kann es nicht aufhalten, nur auf die Weiten der Felder blicken und meine Gedanken an das nahende Ende in einer sanften Woge des Windes davongehen lassen.

Die Verzweiflung eine richtige Entscheidung zum Wohle aller zu treffen, ist wohl eine der schwersten Bürden im Leben. Es ist die Entscheidung über das eigene Leben und dessen derer, die man am meisten liebt. Zusammen weglaufen, sich verstecken, einfach überleben. Das klingt einfach aber ist nicht realistisch. Sie würden kommen und dann – das Ende?

Nein, es ist der Beginn einer Tortur, von der man sich wünscht, dass sie auhört, denn man möchte sterben. Getrennt zu sein durch die Entscheidung eines Einzelnen, der so fest an etwas glaubt, dass er es nie in Frage stellen würde. Die Werte, die unser Leben bestimmen werden unterdrückt durch eine Macht, die viel größer ist als man glaubt. Es bedeutet nicht, dass man damit allein ist. Viele Geschichten, viele Schicksale – gemeinsam durchlebt von Menschen wie du und ich.

Ein Gefängnis in der Dunkelheit – ein Licht, dass mir das Leben erhält – du. Der Regen spült meine Gedanken fort, ich frage mich, wie dein Gesicht sich anfühlt. Langsam schwinden meine Erinnerungen daran, doch ich klammere mich fest an ihnen. Alles verschwimmt, versickert im Sand wie der Regen an diesem Abend. Wir haben getanzt und gelacht, sind Hand in Hand durch die Felder gerannt. Es scheint alles so ewig her, bald erinnere ich mich nicht mehr. Dein Gesicht, der Klang deiner Stimme – es verschwimmt immer mehr. Bin ich Schuld daran, dass du gegangen bist?

Schuld – dieses Wort lastet schwer auf meinen Schultern. Ich bin mit dieser Last allein. Hätten wir zusammen weglaufen sollen? Das macht alles keinen Sinn mehr. Schwermut liegt in den Wolken und auf meinem Gemüt. Ich will, dass alles so ist wie vor einem Jahr. Erhört jemand meinen Wunsch? Der Sommer verblasst – nichts hat sich geändert. Du bist noch immer fort auf einer Reise ohne Wiederkehr. Ich wünsche mir einen Tanz mit dir an diesem warmen Abend im August.

Kommentar verfassen
Your email address will not be published. Required fields are marked *

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: