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„The truth is rarely pure and never simple.“ – Oscar Wilde

Der lange Sommer neigt sich nun dem Ende. Die Felder werden abgemäht, die Sonne beschert wunderschöne Horizonte. An diesem Sonntag jedoch nicht, aber das ist nicht weiter schlimm, denn die Erde braucht den Regen. Die Kamera geschnappt, aufs Fahrrad geschwungen und raus in die Natur. Der Wald ist etwas düster, aber angenehm kühl nach der gestrigen Hitze. Nicht weit von meinem Haus befindet sich ein Naturschutzgebiet, umgeben von vielen kleinen und größeren Seen. Die meisten davon kann man mit dem Rad komplett umrunden oder mit dem Kanu abfahren, irgendwo kommt man immer raus.

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Die Gegend um und im Naturschutzgebiet ist im Sommer voller Menschen, kein Wunder, so schön wie es hier ist und vor allem ruhig. An diesem Sonntag bleiben aber anscheinend die meisten Leute zu Hause. Kaum jemand, der mir entgegenkommt. Ich finds nicht schlimm. Der Asphaltweg neigt sich dem Ende und man kommt auf einen Sandweg, der zur Gleuenbrücke führt, recht unspektakulär, aber man hat einen schönen Ausblick zu beiden Seiten des Sees. Im Oktober besonders schön, wenn sich die Buchen färben und bei Nebel.

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Ein kleiner Weg führt dann zur Markgrafenquelle. Vorsicht Mückengefahr. Es gibt dort diverse kleine Feuchtgebiete, die dem ein oder anderen Wasserbewohner einen heimeligen Unterschlupf bieten. Dort unten ist es immer sehr dunkel, aber wenn die Sonne dann doch mal durch das dichte Blätterdach  scheint, dann hat man einen wundervollen Einblick in das Leben im Naturschutzgebiet. Nebenan schlängelt sich der See entlang und ein Trampelpfad Richtung Quelle. Die ersten Anzeichen für den kommenden Herbst liegen schon am Boden – gelbe Lindenblätter – ich zahle schon die Tage.

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Der alte schiefe Steg hat schon bessere Tage gesehen, aber um einmal kurz Halt zu machen, kann man sich dort auf jeden Fall niederlassen und die Natur genießen. Allerdings muss man damit rechnen, dass die Ruhe gestört wird durch den Dampfer, der mit seinem monotonen Ansager ebenfalls dort lang schippert. Entschädigt wird man aber durch die Vielfalt an Wasser- und Greifvögeln, die im Schilf sitzen oder über den Köpfen kreisen. Graureiher, Kraniche, Eisvögel und Seeadler lassen grüßen. Wenn man sich Zeit nimmt und ganz genau hinhört bzw. hinsieht, kann man diese wunderbaren Wesen gut beobachten.

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Und zu guter Letzt nun zur Quelle, keine 100 Meter vom alten Steg entfernt – einfach immer dem Trampelpfad nach. Die riesigen Buchen sorgen für ein schattiges Plätzchen und hier lässt es sich wirklich entspannen, denn dort ist nie jemand. Mein Fahrrad schließe ich immer an meiner Lieblingskiefer an und wandere dann den Weg direkt am See entlang bis zu einem kleinen Rastplatz. In besonders feuchten Sommern wachsen an den Hängen jede Menge Pfifferlinge, dieses Jahr war das leider nicht der Fall. Aber die Pilzsaison kommt ja erst noch.

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Ruhe, Entspannung und ein bisschen Düsternis – ein moody Sunday in der Walachei.

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